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Franzi ist grantig (24)

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Seit Tagen hatte Franzi schlechte Laune. Nur mühsam kam er am Morgen aus dem Drachenbett. Drachenmama Frieda schüttelte beinahe ständig den Kopf, wenn sie ihr Drachenkind anschaute. Besonders missmutig, ja eigentlich grantig wurde Franzi, wenn seine kleine Schwester Franziska unbedingt mit ihm spielen wollte. „Geh weg, lass mich in Ruhe!“, fauchte er und stieß dabei kleine Rauchwölkchen in die Luft. Franziska war dann jedes Mal beinahe am Weinen und Mama Frieda musste sie trösten. Als es an diesem Nachmittag wieder fast zum Streit zwischen Franzi und Franziska kam, fragte Drachenmama Frieda: „Jetzt sag einmal, was ist mit dir los, Franzi? So kenne ich dich ja gar nicht. Seit Tagen bist du unleidlich.“ Der kleine Drache sah seine Mutter mit großen Augen an und meinte: „Darf man nicht auch einmal nicht so lieb und brav sein? Und außerdem mag Franziska immer nur Babykram spielen.“ „Aha!“ antwortete Mama Frieda, „Der junge Drachenherr ist sich zu gut, um mit seiner kleinen Schwester zu s...

Erfüllte Wünsche und aufregende Entdeckungen (23)

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In der letzten Geschichte hatte sich der kleine Drache Franzi eine Belohnung verdient, als er mitgeholfen hatte, die drei Karfunkelsteine des Riesen Erla wiederzufinden. Zwergenkönig Rötel versprach, ihm dafür einen Wunsch zu erfüllen. Sicher denkst du jetzt, der kleine Drache hätte sich Gold oder Edelsteine gewünscht. Nein! Edelsteine besitzt er selbst, naja zumindest ein paar. Mit diesen baut Franzi große kunstvolle Türme, die seine kleine Drachenschwester Franziska mit Franzis Erlaubnis und viel Vergnügen immer wieder zum Einsturz bringt. Also, Gold und Edelsteine waren es nicht. Was glaubst du, worüber sich das Drachenkind freuen würde? An diesem Morgen, als Franzi wieder einmal durch einen Sonnenstrahl geweckt wurde, war es auf dem Feuerkogel bereits ein wenig Frühling geworden. Der Sonnenstrahl wärmte Franzis Schuppenkleid und kitzelte ihn an der Nase. „Haptschi! Haptschi!“, musste Franzi niesen.  „Oje!“, seufzte Drachenmama Frieda, „Du wirst dich doch nicht erkältet ha...

Aufregung in der Zwergenhöhle (22)

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Als am Abend Drachenpapa Fridolin in die Höhle zurückkehrte, bemerkte Franzi gleich, dass sein Vater sehr müde war. Franzi brachte Papa das Abendessen, das Drachenmama Frieda für ihn bereitgestellt hatte. Die kleine Franziska wuselte herbei und drückte sich an Papa Fridolin. Dieser gab ihr einen Schmatz auf die Drachenwange, hob sie hoch und setzte das Drachenkind auf einen Hocker. Franzi rutschte auf den Hocker daneben. „Danke, Franzi!“, sagte Papa Fridolin und begann zu speis en. Schneller, als der kleine Drache schauen konnte, hatte der Vater seinen Teller leergegessen. „Hmm, das war gut! Mama Frieda ist eine wunderbare Köchin, oder?“, flüsterte Papa ihm ins Ohr und warf Drachenmama Frieda eine Kusshand zu. „Was war denn in der Rötelseehöhle los? Weshalb hast du dem Zwergenkönig helfen müssen?“, wollte Franzi neugierig wissen. Drachenpapa Fridolin streckte sich, stand auf, nahm die kleine Franziska auf den Arm und Franzi an der Tatze. „Kommt, wir setzen uns auf den Latschenteppi...

Franzi mag nicht (21)

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Die Drachenschulwinterferien waren fast vorüber, deshalb mahnte Drachenmama Frieda den kleinen Drachen doch auch einmal den Griffel zu nehmen und die Drachenbuchstaben zu üben. Franzi hörte das gar nicht gern. Hätte Mama Frieda von ihm verlangt im neuen Buch über die Abenteuer der kleinen Hexe zu lesen, ja dann hätte er sich mit Freuden in seine Kinderecke zurückgezogen. Dort hätte er es sich auf seinem Latschenteppich gemütlich gemacht und sogar seiner kleinen Schwester Franziska vorgelesen. Aber so! Franzi mochte den Griffel gar nicht. Das Schreiben und Zeichnen fiel ihm mit seinen Klauenfingern gar nicht so leicht und nach ein paar Minuten tat ihm alles weh. Nicht nur die Klauenfinger! Deshalb vermied der kleine Drache es tunlichst irgendetwas zu schreiben. „Muss das sein?“, maulte er, „Ich mag nicht!“ – Drachenmama Frieda war gerade damit beschäftigt aus getrockneten Kräutern Tee zu machen und hatte deshalb nicht gehört, was Franzi gesagt hatte. Sie ging in die Kellerhöhle um n...

Morgana in Gefahr (20)

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Nach dem Besuch von Liesette Kugeldrache verbrachte die Drachenfamilie den Sonntag zusammen in der Höhle. Das Herdfeuer wärmte die Höhle ein wenig. Draußen tobte ein Schneesturm. Die Schipisten waren kaum zu sehen, so tief hingen die Schneewolken über dem Feuerkogel. Bei diesem Wetter brachte die Seilbahn keine Schifahrer auf den Berg. Es war einfach zu ungemütlich. Deshalb machten es sich Drachenmama Frieda, Drachenpapa Fridolin, die kleine Franziska und Franzi in der Drachenhöhle gemütlich. Es duftete herrlich nach Kuchen. Mama Frieda hatte den sonntäglichen Drachengugelhupf gebacken. Was glaubst du, wie der aussieht? Auf jeden Fall ist er grün, so grün wie unser kleiner Drache. Drachenmama Frieda gibt nämlich Spinat in den Kuchenteig. Das macht den Drachengugelhupf grün. Franzi kann es immer kaum erwarten, bis der Gugelhupf fertig ist. Bald würde es so weit sein, und der kleine Drache kann das erste Stück der süßen Leckerei genießen. Die beiden Drachenkinder saßen auf dem Lats...

Ab ins Wochenende! (19)

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Es hat sich viel getan in der Drachenschule im Drachenfelsen am Drachensee. Franzi freut sich sehr, dass seine neue Freundin Liesette Kugeldrache nun viele Freundinnen und Freunde in der Klasse gefunden hat. Fräulein Rosanna Funkendrache, die Drachenschullehrerin, hat in dieser Woche den Drachenkindern ein großes Lob ausgesprochen: „Das war eine tolle Woche mit euch! Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie die Drachenkinder ins Wochenende. Franzi und seine neue Freundin Liesette blieben noch ein wenig länger auf dem Vorplatz der Schule stehen. „Liesette, hast du am Wochenende schon etwas vor? Drachenmama Frieda und Drachenpapa Fridolin laden dich zu uns in die Höhle am Feuerkogel ein. Dann kannst du auch meine kleine Schwester Franziska kennenlernen. Ich möchte dir auch etwas zeigen, aber das verrate ich noch nicht“, sagte der kleine Drache. „Ich muss erst meine Eltern fragen. Wann soll ich bei euch sein? Ich kann aber nicht fliegen. Du...

Kann Fräulein Funkendrache helfen? (18)

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Am nächsten Morgen erwachte Franzi sehr früh. Er stand leise auf, schlich sich zum Höhleneingang und sah hinaus. Es war noch zappenduster. Nur der Schnee glitzerte ein wenig im Mondlicht. Außerdem war es schrecklich kalt. Der kleine Drache legte sich noch einmal auf seinen Latschenteppich und drehte sich fest in seine Schafwolldecke ein. Langsam wurde ihm wieder warm. Er musste an Liesette denken, die freundliche lustige Liesette, die von zwei Drachenkindern immer wieder ausgelacht wurde, weil sie rund war. Dabei war das Drachenmädchen blitzgescheit und auch sehr geschickt. Ganz besonders gefiel Franzi, dass sie so schön singen konnte. Heute würde er mit seiner Drachenschullehrerin Fräulein Rosanna Funkendrache sprechen und ihr alles erzählen, was er beobachtet hatte. Sicher hat Fräulein Funkendrache eine Lösung für das Problem. In der Schlafecke der Eltern hörte das Drachenkind ein Flüstern. Wahrscheinlich glaubten sie, dass er noch schliefe. Franzi flüsterte ihnen zu: „Ich bin ...

Zabberdibix! (17)

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 „Zabberdibix!“, rief Franzi, als er aus der Drachenschule im Drachenfelsen am Drachensee nach Hause kam. „Du sollst nicht schimpfen!“, ermahnte ihn Drachenmama Frieda. Die Höhle war plötzlich voll Rauch. „Fraaanzi!“, sagte die Mutter mit einem Lächeln im Gesicht, das der kleine Drache jedoch nicht sehen konnte. Aus den kleinen Drachenohren und aus beiden Nasenlöchern qualmte es ordentlich. Nun stampfte das Drachenkind auch noch auf seinen Drachentatzen durch die Höhle. Hin und her. Hin und her. „Jetzt sag schon, was ist los?“, fragte Mama Frieda und zog den Vorhang, der im Winter vor dem Höhleneingang hing zur Seite, damit der Qualm abziehen konnte. Franzi war erleichtert, dass seine Mutter lächelte und ihm liebevoll über sein Drachenhaarbüschel strubbelte. Normalerweise mochte er das, aber heute schüttelte er nur unwillig den Drachenkopf. Franzi trat einen Schritt zurück und sagte noch einmal: „Zabberdibix!“ Nun wurde Mama Frieda aber ungeduldig. So kannte sie ihren kleinen...